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Im Finanzmanagement bezeichnet die Kapitalstrukturtheorie einen systematischen Ansatz zur Finanzierung von Geschäftsaktivitäten durch eine Kombination von Aktien und Verbindlichkeiten. Konkurrierende Kapitalstrukturtheorien untersuchen die Beziehung zwischen Fremdfinanzierung, Eigenkapitalfinanzierung und dem Marktwert des Unternehmens.
Traditioneller Ansatz
Gemäß der traditionellen Theorie sollte ein Unternehmen darauf abzielen, seine gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) zu minimieren und den Wert seiner marktfähigen Vermögenswerte zu maximieren. Dieser Ansatz deutet darauf hin, dass die Verwendung von Fremdfinanzierung eine eindeutige und identifizierbare Grenze hat. Jegliches Fremdkapital, das über diesen Punkt hinausgeht, führt zu einer Abwertung des Unternehmens und einer unnötigen Hebelwirkung.
Manager und Finanzanalysten müssen bestimmte Annahmen unter dem traditionellen Ansatz treffen. Zum Beispiel bleibt der Zinssatz für Schulden während einer Periode konstant und erhöht sich mit einem zusätzlichen Hebel im Laufe der Zeit. Die erwartete Rendite aus dem Eigenkapital bleibt ebenfalls konstant, bevor sie mit Hebelwirkung schrittweise steigt. Dies erzeugt einen optimalen Punkt, an dem WACC am kleinsten ist, bevor es wieder ansteigt.
Andere Ansätze
Eine beliebte Alternative zur traditionellen Kapitalstrukturtheorie ist der Ansatz von Modigliani und Miller. Der MM-Ansatz hat zwei zentrale Vorschläge. Der erste besagt, dass Kapitalstruktur und Unternehmenswert keine direkte Korrelation haben; Stattdessen hängt der Wert des Unternehmens von den erwarteten zukünftigen Gewinnen ab. Die zweite These besagt dann, dass die finanzielle Hebelwirkung die erwarteten zukünftigen Gewinne erhöht, nicht aber den Wert der Firma. Dies liegt daran, dass hebelbasierte zukünftige Erträge durch entsprechende Erhöhungen der erforderlichen Rendite ausgeglichen werden.
Die Hackordnungstheorie konzentriert sich auf asymmetrische Informationskosten. Dieser Ansatz setzt voraus, dass Unternehmen ihre Finanzierungsstrategie auf der Grundlage des geringsten Widerstands priorisieren. Innenfinanzierung ist die erste bevorzugte Methode, gefolgt von Fremd- und Fremdkapitalfinanzierung als letztem Mittel.
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